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Vom Schornstein zur modernen Abgasanlage

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Vom Schornstein zur modernen Abgasanlage

Mehrwert

“Nichts ist beständiger als die Veränderung”,sagt der Volksmund. Dies gilt auch für unsere Heizgewohnheiten und die eingesetzten Energie- träger. Wurde früher überwiegend mit festen Brennstoffen gefeuert, so gewann die Zentralheizung in den 60er Jahren zunehmend an Bedeutung. Holz und Kohle wurden damit mehr und mehr durch die “bequemen” fossilen Energieträger Gas und Heizöl ersetzt. Die jüngsten Preisentwicklungen lassen die Verbraucher jedoch aufhorchen. Alternativen in der Hausheizung sind gefragter den je. Damit diese Entwicklung nicht zum Problem für Betreiber, Handwerker und Planer wird, sollte ein mineralisches Schornsteinsystem als feste, unverzichtbare Größe in der Neubauplanung berücksichtigt werden.
Baurechtlich änderten sich mit der Muster-Feuerungsverordnung(MFeuVO) von 1995 nahezu alle Begriffsbestimmungen rund um den Schornstein. Das Wort Abgasanlagen wurde zum Überbegriff. Abgasanlagen von öl- und gasbetriebenen Feuerstätten werden seitdem in der Fachwelt generell als Abgasleitungen bezeichnet. Bei Abgassystemen für Wärmeerzeuger, die mit festen Brennstoffen betrieben werden spricht man weiterhin von einem Schornstein, da eine Feuerbeständigkeit von 90 Minuten( gegen Rußbrand ) gegeben sein muss.
Abgasleitungen und Schornsteine die frei im Markt zu beziehen sind, unterliegen darüber hinaus der Bauteilregelliste A und müssen eine baurechtliche Zulasung des Deutschen Instituts für Bautechnik DIBT vorweisen. Der Vorteil dieser Systeme liegt in der freien Verwendung an allen Heizgeräten; ein Aspekt, der bei einem späteren Austausch der Gerätes   (bei Defekt oder aus Altersgründen) von Bedeutung ist.
Außerdem werden mehrzügige keramische Abgasanlagen heute als Multifunktionsbauteile konzipiert und bieten so zahlreiche Nutzungsvarianten für den Betreiber. Neben einem Heizungszug, der den Einsatz aller energiesparenden Feuerstätten erlaubt, ermöglicht ein zweiter Schacht den Anschluss eines Kamin- oder Kachelofens. Diese Feuerstätten schaffen behagliche Wärme und lassen sich (stromlos) auch in Notzeiten betreiben. Der hier am häufigsten verwandte Brennstoff Holz besitzt darüber hinaus, als nachwachsender, heimischer Rohstoff, eine ausgeglichene CO2-Bilanz.
In einem weiteren Schacht lassen sich Installationsleitungen u.a. für den Vor- und Rücklauf der auf dem Dach montierten, solarkollektoren verlegen. Die Kombination von Solarenergie und moderner Holzverbrennung ( z.B. mit Holzpellets ) bietet einen Versorgung-Mix, der besonders energie- und umweltschonend ist. Für den Hausbewohner bedeutet dies ein hohes Maß an Sicherheit und Kostenbeweglichkeit, da der jeweils günstigste Energieträger genutzt werden kann.
Fazit
Mehrzügige Schornsteinsysteme schaffen Unabhängigkeit und Flexibilität in allen Fragen der Hausbeheizung. Sie sorgen für die sichere Abführung der Rauchgase und berücksichtigen schon heute zukünftige Entwicklungen in der Wärmetechnik. Die Initiative Pro Schornstein e.V. empfiehlt daher: Beim Neubau eines Gebäudes, aber auch im Renovierungsfall sollte immer ein mineralischer Schornstein berücksichtigt werden.

 

 

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